Die Dekanate Schwanenstadt und Steyr auf der Suche nach neuen Wegen
Nicht jede Pfarre für sich allein, sondern miteinander als Dekanat versucht sich die Kirche in Oberösterreich den Herausforderungen zu stellen. Bis Ergebnisse sichtbar sind, wird es dauern, aber schon der Prozess, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken, ist ermutigend.
Auf ein gemeinsames Sieben-Punkte-Programm hat sich das Dekanat Schwanenstadt bei seiner ersten Klausur im Rahmen des Dekanatsprozesses festgelegt. Unter dem Motto „Die Freude an Gott ist unsere Kraft“ einigten sich 42 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen im Maximilianhaus in Puchheim auf die Themen: Leitung und Leitungsstruktur, Vernetzung, Spiritualität, milieusensible Pastoral, Weihezugang, Firmung und Schöpfungsverantwortung. Zu jedem gewählten Punkt wurden Gruppen gebildet, die nun konkrete Vorschläge erarbeiten. „Dass genau diese sieben Themen ausgewählt wurden, ist für mich zeichenhaft“, sagt Dechant P. Josef Kampleitner. „Ich glaube, dass wir uns sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch im jetzt folgenden Arbeitsprozess stark vom Heiligen Geist geführt wissen dürfen.“
Bewegung im Dekanat Steyr
Nach der Erkrankung von Dechant Ludwig Walch, der mit Sommer 2013 in Pension gehen wird, und manchen Engpässen in der Seelsorge trafen sich 70 Vertreter/innen fast aller 19 Pfarren des Dekanats und der kategorialen Seelsorge wie Krankenhaus, Dominikanerhaus, oder Caritas zum Start eines zweijährigen Zukunftsprozesses. In dieser Übergangszeit werden die Laien verstärkt in die Seelsorge eingebunden. Das soll sich auch in der Leitung von Wort-Gottes-Feiern, einem Hinhören auf die „Zeichen der Zeit“ und einem verstärkten Hinausgehen zu den Menschen zeigen. Alle getauften Christ/innen sind – in dieser Zeit des Umbruchs – aufgerufen, ihren Beitrag für ein neues Aufblühen des christlichen Glaubens zu leisten. „Vielleicht hat das Neue, auch wenn es sich nur langsam und fast unsichtbar enthüllt, schon längst begonnen“, meint Franz Schmidsberger von der CityPastoral Steyr.