Obdachlosigkeit und Winterkälte. Seit dem 26. Dezember ist das pfarrliche Notquartier in der Pfarre St. Peter am Hart mit vier Obdachlosen voll belegt.
Ausgabe: 2013/04, obdachlos, Wärmestube, Notquartier, St. Peter am Hart
St. Peter/Hart. Der Winter ist bekanntlich die schwierigste Zeit für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben. Nicht nur die Wärmestuben der großen Hilfsorganisationen spüren das. Auch in St. Peter am Hart ist der Bedarf nach den Notquartieren der Pfarre besonders groß. Seit dem 26. Dezember ist das pfarrliche Notquartier mit vier Obdachlosen voll belegt. „Was wir tun können, machen wir“, sagt Pfarrgemeinderats-Obmann Franz Reithofer. Dass die Pfarre St. Peter die einzige derartige Einrichtung im Bezirk Braunau bereithält, ist für ihn jedoch alles andere als befriedigend. Die Politik sieht er gefordert, weitere Notschlafstellen zu schaffen. Es könne nicht sein, dass die Öffentlichkeit die Verantwortung abschiebe. Die Pfarre St. Peter am Hart mache jedenfalls positive Erfahrungen mit den Obdachlosen. Besonders freut Franz Reithofer, dass die Pfarre erst vor Kurzem einer obdachlosen Frau eine Arbeitsstelle vermitteln konnte. Was sich nicht bewährt habe, sei, den Obdachlosen eine Wohnung ohne Betreuuung zu geben. „Wir schauen, dass wir ihnen auf die Sprünge helfen.“ Die Lethargie gilt es wieder in Tatendrang zu verwandeln. Dabei stößt die Ehrenamtlichkeit aber auch an Grenzen. Es bräuchte zur Begleitung eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter.