Was Kooperation zwischen mehreren Gemeinden gut funktionieren lässt, zeigt das Beispiel der Pfarren Gramastetten und Eidenberg mit ihren Seelsorgestellen Untergeng und Neußerling.
Die Basis für die gelungene Kooperation bildet die Förderung der Arbeit der Laien. „Man muss die Leute etwas tun lassen“, sagt Pater Reinhold Dessl, der als Priester für die vier Kirchen zuständig ist. Und fügt hinzu: „Ich habe einen großen Respekt, was die Menschen zusätzlich zu ihrem Beruf in den Pfarren leisten.“ In Eidenberg gibt es etwa seit einem halben Jahr drei engagierte Wortgottesdienst-Leiter: Ferdinand Aichinger, Helga Pargfrieder und Hubert Mayr. Eine Besonderheit ist, dass mit Aichinger manchmal auch ein Laie in Neußerling aushilft. „Das wird gut angenommen“, betont Dessl.
Eigenständigkeit erhalten. „Viele Leute tun viel bei uns. Es geht nur, weil sehr viele ehrenamtlich für die Pfarre arbeiten“, meint Wortgottesdienst-Leiter Ferdinand Aichinger. Die Motivation, sich vor Ort zu engagieren, sei sehr hoch. Aichinger: „Wir wollen eine Glaubensgemeinschaft sein.“ Für Pater Reinhold Dessl ist das Modell seiner Gemeinden zukunftsträchtig: „Die eigenständigen Einheiten erhalten, die Zusammenarbeit fördern und vernetzen.“ Im Frühsommer haben die vier „Pfarren“ als Zeichen des Zusammenwachsens einen gemeinsamen Pfarrwandertag veranstaltet. Mit großem Interesse: 400 Menschen nahmen daran teil.