Im Mai 2010 waren rund 500 Pfarrgemeinderäte aus ganz Österreich nach Mariazell zur Begegnung mit den Bischöfen geladen. Im darauffolgenden Herbst haben die rund 60 oberösterreichischen Teilnehmer/innen bei „Regionaltreffen“ die grundsätzlichen Anliegen in den Dekanaten zur Sprache gebracht. Am Freitag, 23. September 2011 trafen sich nun rund 20 Delegierte in Linz erneut im Linzer Priesterseminar, um zu sehen, was daraus geworden ist. Einzelne damalige Delegierte verhehlten nicht, dass sie über die damals von den Bischöfen in Aussicht gestellten, aber bislang ausgebliebenen Konsequenzen enttäuscht sind. Die „Augenhöhe“, auf der man einander begegnen wolle, sei doch eher eine schiefe Ebene geblieben. Man solle weder sich selbst noch die Institution Kirche überfordern – und sich auch nicht persönlich für die Rettung der Kirche verantwortlich fühlen, meinte Generalvikar Severin Lederhilger. Die damaligen Delegierten wollen nun darauf schauen, dass die nächste Pfarrgemeinderatswahl in Oberösterreich bestmöglich vorbereitet und durchgeführt wird. Für einen besseren Austausch an Erfahrungen in einzelnen Pfarren wurden in einzelnen Dekanaten Stammtische von Pfarrgemeinderäten oder Pfarrgemeinderats-Obleuten eingerichtet. Die Pfarrgemeinderatswahl selbst stellt für Monika Heilmann, Leiterin der Abteilung Pfarre und Gemeinde im Pastoralamt, ein „pastorales Ereignis“ dar. Menschen zu motivieren sei nun ein vorrangiges Ziel. Sie sollen spüren, dass stimmt, was das Wahlmotto verspricht: „Gut, dass es die Pfarre gibt!“ M. F.