„Bestürzt, enttäuscht und zähneknirschend“, nimmt Erwin Windischbauer, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Josef in Braunau, die Ergebnisse der Spitalsreform zur Kenntnis. Die Einschnitte werden beinahe so erfolgen, wie im Expertenpapier vorgeschlagen. Konkret heißt das: Die HNO-Abteilung wird Fachschwerpunkt und die Augen- und Urologie- Abteilung werden zu Tageskliniken herabgestuft. Und die Coronarangiografie muss bis spätens 2013 geschlossen werden. Das Herzkatheterlabor stand auch deutschen Patienten offen. Sind alle Maßnahmen umgesetzt, wird das Spital in Braunau 7 Mio Euro jährlich einsparen. Bei einem Budget, das 70 Mio Euro beträgt und von dem 70 Prozent die Personalkosten ausmachen, kann man sich leicht ausrechnen, dass die Einsparungen nicht ohne Verringerung des Personals möglich sein werden, so Windischbauer: „Welche negativen Auswirkungen die Einsparungen für die Region haben, lässt sich in seiner ganzen Tragweite noch gar nicht abschätzen.“ Bislang fordern 55.000 Menschen der Region mit ihrer Unterschrift vom Land Oberösterreich die Rücknahme der Maßnahmen.