St. Marien: Diakon Franz Landerl ist von der Spendenbereitschaft der Menschen beeindruckt
Ausgabe: 2011/15, Geldbörse, Pfarrbevölkerung, Landerl, Spendenbereitschaft, Kirchenkrise, St. Marien, helfen
14.04.2011
In Zeiten, in denen allerorten von Kirchenkrise die Rede ist, darf man nicht übersehen, was Menschen über den Kirchenbeitrag hinaus finanziell für die Kirche tun. St. Marien ist ein Beispiel dafür.
Seit 1980 hat die Bevölkerung der Pfarre St. Marien zusätzlich zum Kirchenbeitrag 1,61 Millionen Euro gespendet. Knapp die Hälfte davon wurden für Bauprojekte gegeben. In dieser Zeit sind zwei Kindergärten errichtet worden, wurde die Pfarrkirche innen und außen renoviert, das Pfarrheim und die Filialkirche St. Michael saniert sowie eine neue Orgel angeschafft.
Helfen. Doch nicht nur auf ihren Ort haben die Bewohner/innen von St. Marien geschaut, sondern auch auf die Anliegen von Diözese und Weltkirche. In den vergangenen 30 Jahren hat die Pfarre 640.198 Euro weitergeleitet: an die Dreikönigsaktion, die Christophorus-Aktion der MIVA und vieles mehr. Beinahe monatlich ist eine „vorgeschriebene“ Sammlung durchzuführen. Dazu kommen noch Aktionen wie Adventmarkt, Liebstattsonntag oder Blumenbörse – auf diesem Weg wurden nochmals 180.000 Euro aufgebracht. Die große Bereitschaft der gesamten Bevölkerung, für ihre Gebäude, aber auch für Menschen, die Hilfe brauchen, zu spenden, zeugt von einer lebendigen Gemeinschaft, freut sich Diakon Franz Landerl. (Die Pfarre zählt heute 2850 Katholik/innen, 1980 waren es 1850.) Die Pfarre hat aber nicht nur gegeben: Aus den Mitteln des Kirchenbeitrages wurden seit 1980 316.000 Euro der Pfarre refundiert und weitere 415.000 Euro für Bauprojekte.