Es bestehen große Probleme, den Personalplan der Diözese bei der Besetzung der Pfarren umzusetzen. Trotzdem will die Diözese Linz besonders auf ein lebbares und „attraktives“ Priesterbild Rücksicht nehmen.
Auch künftig sollen Seelsorger in ihre Aufgabe hineinwachsen können. In der Diözese Linz soll es daher nicht nur den „Teampfarrer“ in einem größeren Pfarrverband geben, sondern auch den „traditionellen“ Priester und Kaplan mit einem überschaubaren Aufgabenbereich – so Dr. Martin Füreder, der für die Personalfragen der Priester zuständig ist. Insgesamt müssten die Preister aber verstärkt untereinander und mit den haupt- und ehrenamtlich tätigen Laien zusammenarbeiten. Kooperation wird verbindlichen Charakter haben.
Mit Freude. Bei der Versammlung des Pries-terrates am 16. März ging es vor allem um die Rolle des Priesters in einer sich verändernden Pfarrpastoral. „Wir brauchen Freude an der Kirche der Zukunft – und ausreichend Zeit für die eigene Spiritualität und zum Menschbleiben.“ Das war einer der Werte, den die Priester für unabdingbar halten. Priester stünden oft in der Spannung zwischen den kirchenrechtlichen Vorgaben und dem, was in der Praxis der Pfarren gelebt werde.
Ja zu einem Strukturfonds. Der Priesterrat befasste sich auch mit den bereits eine Woche zuvor im Pastoralrat diskutierten Strukturmaßnahmen. Dabei sprach sich auch der Priesterrat mehrheitlich für die Errichtung eines Strukturfonds aus, der einen Ausgleich zwischen vermögenden und ärmeren Pfarren ermöglichen soll. Das bedeutet, dass Pfarren zunächst fünf, später zehn Prozent weniger aus dem Kirchenbeitragsanteil erhalten. Dafür werden besondere Aufwendungen für „ärmere“ Pfarren aus dem Fonds gefördert. Beim Priesterrat wurde angeregt, auch nach anderen Einsparungsmöglichkeiten zu suchen.
Für Arbeitswelt. Bischof Ludwig Schwarz kündigte an: Am 18. Oktober wird es im Parlament eine Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Allianz für den arbeitsfreien Sonntag geben. Schwarz würdigte auch das Engagement für die Betriebspastoral. Linz sei die einzige Diözese, die sich für die Arbeiterschaft einsetzt. Das neue Voest-Seelsorgezent-rum und das Josef-Cardijn-Haus (früher: Betriebsseminar) zeigten dies.