Dekanat Traun denkt über Zukunft von Pfarren, Seelsorgeräumen und Dekanat nach
Ausgabe: 2011/05, Freude, Kirche-Sein, Traun, Zukunft, St. Anna
02.02.2011
Dekanat Traun. Als bereichernd und begeisternd hat Ingrid Scherney die zweitägige Klausur des Dekanates Traun am 21. und 22. Jänner 2011 im Pfarrzentrum St. Anna in Kirchschlag erlebt. Scherney gehört der Leitung des Pfarrgemeinderats Hörsching an und ist auch in der Pfarrkanzlei tätig. Gemeinsam mit 50 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des Dekanates hatte die Klausurtagung zum Ziel, über die künftige Identität von Pfarre, Seelsorgeraum und Dekanat nachzudenken und mögliche Szenarien und Visionen zu erarbeiten. Die Pfarren werden künftig noch mehr als bisher an ihrer Fähigkeit gemessen, Beziehungen unter den Pfarrbewohner/innen aufzubauen. Die Mitgliedschaft durch Taufschein oder die vorhandenen traditionellen Strukturen werden weiter an Bedeutung verlieren, beschreibt Scherney ein Ergebnis der Zusammenkunft. Auf der Ebene des Dekanates wurde der Wunsch geäußert, dass die Dekanate mehr Entscheidungsfreiheit bekommen. Als Beispiel führte man Personalfragen an. Neben den inhaltlichen Klärungen war für Ingrid Scherney das Klima bei der Klausurtagung von großer Bedeutung: „Ehren- und Hauptamtliche stehen im Alltag einer Pfarre in der derzeitigen Situation der Kirche unter starkem Rechtfertigungsdruck. Hier konnten wir einmal Freude an der Kirche erleben.“ Auch das geschwisterliche Miteinander von Priestern und Laien, das bei der Klausur zu spüren war, hat sie als sehr bereichernd empfunden. Die bei der Klausur entstandenen „Zielbilder“ werden in allen Pfarrgemeinderäten und Ausschüssen des Dekanates vorgestellt und bei der folgenden Dekanatsversammlung mit Fokus auf die Pfarre konktretisiert. j. w.