An die 500 Menschen kamen, am 12. Dezember 2010 die Weihe und die Eröffnung des Seelsorgezentrums Lichtenberg mitzufeiern. Herzstück des Zentrums ist die kreisrunde Kirche.
Nicht der Spatenstich im August 2009 stand am Beginn des Bauprojekts, sondern ein intensiver Diskussionsprozess, der letztlich in einem Pastoralkonzept mündete, erklärt Lichtenbergs Pastoralassistent Christian Hein. Was in all den Arbeiten und Auseinandersetzungen der Bauzeit zur tragenden Erfahrung wurde und sich als Zweck des ganzen Gebäudes herauskristallisierte, beschreibt Hein mit einem Satz aus der Regel des heiligen Benedikt: „Wir wollen also eine Schule für den Dienst des Herrn einrichten.“ Als 1967 in Lichtenberg ein einfaches Pfarrheimgebäude eröffnet wurde, das provisorisch als Sakralraum bis zum Bau einer Kirche dienen sollte, hatte die Gemeinde 1000 Einwohner. Das Provisorium dauerte mehr als vier Jahrzehnte, die Gemeinde im Einzugsbereich von Linz zählt inzwischen 2600 Menschen – was ein neues Seelsorgezentrum endgültig notwendig machte. Rund vier Millionen Euro kostet die zweigeschoßige Anlage, in deren Obergeschoß im Wesentlichen Kirche und Pfarrsaal untergebracht sind und im Untergeschoß Heimräume und Kanzlei.
Ein Zylinder voll Licht. Die Kirche hat die Grundform eines Zylinders, der durch zwölf schmale raumhohe Fenster durchbrochen ist. Je nach Sonnenstand verändert der Lichteinfall den Raum und gibt ihm eine besondere Atmosphäre, ebenso wie die Einrichtung, die in Weißtanne ausgeführt wurde. An wenigen Stellen wie Tabernakel und Taufort wurde mit Messing veredelt, um auf die wertvollen Inhalte der christlichen Frohbotschaft hinzuweisen.