Enns. Zur Gedenkfeier an die Einkleidung Franz Jägerstätters und seines Freundes Rudolf Mayr in den Weltlichen Dritten Orden des heiligen Franziskus am 8. Dezember 2010 in Enns haben Kinder aus sieben Schulen kreative Beiträge geleistet: aus der Neuen Mittelschule Enns, VS (Volksschule) Enns, VS und HS (Hauptschule) Peuerbach, HS Waizenkirchen, VS Bruck und VS Heiligenberg. Von der Collage über Plakate zu Krieg und Frieden bis zur Fotostory reichte der Bogen der Arbeiten, die im heutigen Pfarrsaal von Enns-St. Marien präsentiert wurden. Das war exakt jener Ort, an dem Jägerstätter und Mayr vor 70 Jahren ihre Aufnahme in den Orden gefeiert haben, da der heutige Pfarrsaal damals ein Kirchenraum war. Wie tief bereits Volksschulkinder die Bedeutung von Franz und Franziska Jägerstätter verstehen, wurde an den Arbeiten der 4. Klasse der VS 1 Enns deutlich, bei denen sie Religionslehrerin Brigitte Thomas begleitet hatte. Auf die Frage „Was würdest du Franz Jägerstätter sagen?“, antwortete der 9-jährige Valerian: „Ich danke Ihnen.“ Jägerstätter-Biografin Erna Putz und Prälat Josef Mayr, ein Neffe des Jägerstätter-Freundes Rudolf Mayr, zeigten bei der Feier die Berührungspunkte der beiden Männer auf, wie sie in den neu entdeckten Jägerstätter-Briefen und in der ebenso wiedergefundenen Korrespondenz Rudolf Mayrs deutlich werden. Sie verbindet das Ringen um die Frage, was von Christen in der Zeit des verbrecherischen Nazi-Regimes gefordert ist. Ewald Kreuzer von der Franziskanischen Gemeinschaft (damals Weltlicher Dritter Orden) erzählte von den Landesgruppen in Kanada und Polen, die sich intensiv mit ihrem Mitglied Franz Jägerstätter beschäftigen.