Die Enquete der Diözesansportgemeinschaft Oberösterreich (DSG) am 12. November in der Pfarre Linz-Hl. Familie beschäftigte sich mit dem Thema „Fußball & Fans & Funktionäre zwischen Foul und Fairness“. Der Ex- Fußball-Schiedsrichter Konrad Plautz legte dem Publikum dar, was der Weltfußballverband FIFA unter Fairness versteht. Im Prinzip würden die zehn FIFA-Regeln schon auf den zehn biblischen Geboten aufbauen, meinte Plautz. Fußball ohne Fairness sei wie Kirche ohne Sonntag. Fairness würde durchaus gelebt im Spitzenfußball. So erinnert sich Plautz gerne an das von ihm gepfiffene Spiel Spanien – Russland bei der Euro 2008, wo er keine einzige Gelbe Karte vergeben musste. Leider würde der Fairplay-Gedanke aber viel öfter durch das unbedingte Streben nach Erfolg im Profifußball verdrängt. Drastischstes Beispiel: die üblen Fouls der Holländer im WM-Finale gegen Spanien. Für LASK-Ehrenpräsident Georg Starhemberg ist es traurig, dass „die FIFA überhaupt so viele Regeln schaffen muss“. Im Profifußball sei der Betrug manifestiert, betonte Sportjournalist Christoph Zöpfl. Vor allem dadurch, dass vom Schiedsrichter übersehene Fouls nicht korrigiert werden können. Technische Hilfsmittel wie der Videobeweis würden für mehr Fußballfairness sorgen, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig.Im Fansektor sei von Fairness manchmal wenig zu spüren, berichtete Fanbetreuerin Erika Hameder. Abhilfe sieht sie dennoch nicht in härteren Strafen, sondern in mehr Respekt und Anerkennung auch für schwierige Fußballanhänger: „Der Fußball kann so bei der Persönlichkeitsentwicklung helfen.“