Der Titel des Konzerts „Kunst-Klänge“ brachte auf eine knappe Formel, worum es am 24. Oktober 2010 bei dem Abend in der Kirche ging: „darstellende“ und „klingende“ Kunst in Beziehung zu setzen und beides unter spirituellen Blickwinkel für die Besucher/innen des geistlichen Konzerts zu interpretieren. Zur Eröffnung drang Bruckners „Locus iste“, leise und geheimnisvoll aus der historischen Unterkirche in den Kirchenraum empor: „Dieser Ort ist von Gott gemacht!“ Pfarrassistent Harald Prinz deutet Musik und Kunstwerke. So sang der 40-köpfige Chor der Basilika Enns-St. Laurenz Bruckners „Tota pulchra es Maria“ und „Ganz schön bist du, Maria“ von Kronsteiner, um die Aufmerksamkeit auf die Pietá, auf Maria mit dem Leichnam Jesu im Schoß, zu richten. Das Kruzifix im Triumphbogen, Epitaphe aus dem 15. und 16. Jahrhundert – Pfarrassistent Prinz schuf den roten Faden für das Erleben von Kirche und Musik. – Die volle Basilika und die begeisterten Reaktionen danach zeugten von dem großen Interesse für das Erleben eines Kirchenraums.