Regionaltreffen für Pfarrgemeinderät/innenin Eggelsberg: Der Generalvikar ermutigtezum Netzwerken. Die Pfarrgemeinderätesprachen vom Aufbrechen und Gehemmt-Werden. Die Referentin für Pfarrliche Öffentlichkeitsarbeitwünschte sich „frischen Glaubenin der Nähe“. Und der Jugendvertreterwar pessimistisch, was Jugend und Kirchebetrifft.
Die Diözese Linz lud und lädt im Herbst zuzwölf Regionaltreffen für Pfarrgemeinderät/innenein. Die Treffen bauen auf dem Erlebnisund den Impulsen des Kongresses der Pfarrgemeinderäteim heurigen Mai in Mariazell auf.Am 14. Oktober trafen sich zu einem dieser Regionaltreffendie Pfarrgemeinderäte der DekanateBraunau, Mattighofen und Ostermiethingin Eggelsberg. Von der Diözese waren dazu GeneralvikarDDr. Severin Lederhilger und die Referentinfür Pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit,Mag. Beate Schlager-Stemmer, gekommen. Ausder Region gaben Anton Eisele und VictorStieglbauer Impulse. Nach deren Statementswaren die Pfarrgemeinderäte am Wort.
Wünsche und Sorgen. Unser Pfarrer geht inPension; wir hätten gerne wieder einen, sagteein Pfarrgemeinderat. Wir würden gerne mehrin der Pfarre machen, aber die klerikale Leitungsieht es nicht gerne; so werden etwa Wortgottesdiensteunterbunden, berichtete ein anderer.
Motivation und Skepsis. Von Aufbruchstimmungsprachen jene, die in Mariazell dabei waren.Anton Eisele etwa, Delegierter aus dem DekanatMattighofen, nahm aus Mariazell Mut zuNeuem mit und die Begeisterung, die sich fürihn auch in der Liedzeile ausdrückt: „Aufstehen,aufeinander zugehen“. Dagegen lassenVictor Stieglbauer aus Maria Schmolln die 18Jahre Erfahrung in der kirchlichen Jugendarbeitziemlich pessimistisch argumentieren: „Die Jugendentwickelt sich prächtig. Nur hat es mitder Kirche nichts zu tun. Vielleicht entwickeltsich die Kirche nicht so.“ Jugendarbeit braucheglaubwürdige Vorbilder.
Geduld und Gespräch. Der Generalvikar waran diesem Abend ein gefragter Mann: WiePfarrgemeinderäte bei Pfarrer-Ernennungenmitwirken können? Warum die Diözese nichteingreift, wenn Laienengagement behindertwird? Wer die Laien motiviere, so wie der Generalvikardurch das Laien-Engagement motiviertwerde? Der Generalvikar sagte es mehrmals: Esgibt verschiedene Priester-Bilder, alle sind katholisch.Da könne man nicht „eingreifen“. Esbrauche Geduld, Gespräch und regionale Vernetzung.„Nicht in jeder Pfarre muss alles angebotenwerden.“ Groß ist der Anteil am pastoralenAufwand für Erstkommunion und Firmung,sagte Pfarrer Schausberger. Wie viel Zeit bleibeda für Familien und Elternbildung? Dieser Aufwandsei der Preis für die Volkskirche, gab PfarrerSchausberger zu denken. Er regte an, über eineandere Gewichtung nachzudenken.
Die nächsten Regionaltreffen sind am 21. Oktoberin Ried i. I. und am 28. Oktober in Schwanenstadt.Im November folgen Kirchdorf, Perg,Freistadt, Linz-Christkönig und Andorf.