Die Pfarre Treffling will ein Ort der Kommunikation sein. Kultur eröffnet neue Räume der Begegnung, ist die Erfahrung von Pfarrassistent Franz Küllinger. Damit Kultur für alle auch leistbar ist, hat die Pfarre einen neuen Kultur-Tarif entwickelt: den „TIK“.
„TIK“ heißt übersetzt: „Tarif individuell kalkulieren“. Die Pfarre gibt einen Richtpreis für Konzerte, Theater- und Kabarettabende vor, jede/r zahlt aber soviel, wie es seine finanziellen Möglichkeiten erlauben. Der eine mehr, der andere weniger. Solidarität kann hier auf einfache Weise gelebt werden. Die Barriere, dass Kultur zu teuer oder zu elitär ist, soll damit fallen. Das anspruchsvolle Kulturprogramm darf etwas kosten. Es geht nicht darum, „die Hütte voll zu bekommen“. Aber zu wenig Geld im Börsl sollte kein Grund sein, nicht am kulturellen Leben der Pfarre teilnehmen zu können.
Vom Schlafort zum Kulturtreff. Treffling liegt verkehrstechnisch günstig: Autobahn und Bundesstraße bringen die Pendler/innen schnell nach Linz oder Gallneukirchen. Treffling soll aber mehr sein als ein „Schlafort“, dafür setzt sich die Pfarrgemeinde Treffling seit Jahren ein. Die Pfarre selbst ist ein künstlich geschaffener Ort, es gibt keinen historischen Ortskern, keine Wege, die sich seit Jahrhunderten kreuzen. Für die Belebung muss Treffling selbst etwas tun. Neben den liturgischen Angeboten und dem Jugendzentrum ist das Kulturprogramm ein drittes Standbein der Pfarre. Menschen die Tür zu öffnen, sie neugierig zu machen und aus ihren Wohnungen hervorzu-locken, das schafft Kultur. „Sie eröffnet neue Räume der Kommunikation und Begegnung. Die Kulturschiene ist für mich eine pastorale Aufgabe“, sagt Küllinger. Zum einen fördert Kunst und Kultur die Gesamtentwicklung des Menschen, zum anderen bringt sie Menschen zusammen und lädt zum Austausch ein. „Ohne die Kunst würde uns eine wesentliche Sprache fehlen“, meint Küllinger.
Zweckfrei. Seit 15 Jahren gibt es diese enge Beziehung von „Treffling und Kultur“. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen quer durch alle Schichten dabei ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen. „Es geht nicht darum, neue Mitarbeiter/innen zu angeln. Die Leute können hier ganz zweckfrei sein“, erzählt der Pfarrassistent. „Aber manche bleiben auch“, ergänzt er. Das neue Kulturprogramm bietet bis Dezember fünf spannende Abende. Am 21. Oktober sind Karen Schlimp (Klavier) und Magdalena König (Cello) mit Margarete Wenzel Gäste in Treffling.