P. Petrus Mittermüllner mit seinen handgeschriebenen Evangelientexten. Er ließ die einzelnen Blätter, die mit unzähligen Initialen versehen sind, zu einem Evangeliar in Leder und mit Messingerverschlüssen binden. An hohen kirchlichen Feiertagen findet das Buch selbstverständlich Verwendung in der Liturgie.
Schon in seiner Studentenzeit haben die mittelalterlichen Codices des Stiftes Wilhering P. Petrus Mittermüllner fasziniert. Dieses Interesse an Schriften und alten Handschriften hat sich der Pfarrer von Vorderweißenbach bewahrt. Nach einer schweren Krankheit Ende 2008 griff er selbst zur Feder und begann in abgewandelter gotischer Schrift die vier Evangelien abzuschreiben, jeden Tag etwas mehr als zwei Seiten, insgesamt 400 Seiten. Die Arbeit an dem Evangeliar war ihm eine Hilfe in der Zeit der Rekonvaleszenz: „Beim Schreiben wird man ruhig.“