Die Stadtpfarre Linz war zu Besuch in der Siebenbürgener Gemeinde Ditró, um die Partnerschaft zwischen den beiden Pfarren zu vertiefen.
Der Ort Ditró in den Ostkarpaten ist malerisch gelegen. An die 5000 Einwohner zählt die Gemeinde, deren Bewohner ungarisch sprechen und zur Volksgruppe der Szekler gehören. Bis zur Wende 1989 wohnten hier noch 8000 Menschen, aber wegen der fehlenden Arbeitsplätze verließen Tausende ihre Heimat. Viele der Zurückgebliebenen leben von der Landwirtschaft und durch die Unterstützung von Angehörigen aus dem Ausland. Pferdefuhrwerke prägen noch immer das Straßenbild.
Hilfe und gegenseitiger Austausch. Es war naheliegend, dass am Beginn der Partnerschaft 2006 die praktische Hilfe stand. Die Linzer Stadtpfarre unterstützt seither Menschen mit Brennmaterial. Die Winter in dem 800 Meter hoch gelegenen Ditró machen vor allem alten Menschen Angst. Die monatliche Rente von 70 Euro reicht kaum für die Lebensmittel, geschweige denn für das Heizen. Im Vorjahr waren 52 Pfarrangehörige aus Ditró in Linz und es hat sich ein reger E-Mail-Verkehr entwickelt. Beim Gegenbesuch im September 2010 wurden die 18 Gäste aus Oberösterreich herzlich aufgenommen und ließen sich von der Lebendigkeit in der Pfarre anstecken: die Kirche von Ditró war zum Gottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt und der Jugendchor begeisterte die Besucher/innen mit seinen Gesängen. Dabei hat die Linzer Gruppe auch bemerkt, dass im Jugendraum eine jugendgerechte Einrichtung wie Tischtennistisch fehlt. „Die Begegnung war geprägt von dem Bemühen um Austausch, der vom gemeinsamen Glauben getragen ist“, resümiert Wolfgang Schwaiger aus Linz, der die Partnerschafts-Aktivitäten koordiniert.