Matthias Spanlang wurde mit dem 1996 selig gesprochenen Priester Otto Neururer ermordet.
43 Menschen aus Kallham und St. Martin nahmen Mitte Juli an der Fahrt in das ehemalige KZ Buchenwald bei Weimar teil, unter ihnen auch Angehörige der Familie Spanlang. Die Fahrt schloss ein Gedenk-Projekt ab, das das Katholische Bildungswerk Kallham mit der Hauptschule Neumarkt-Kallham durchführte. Dabei wurde an den in Buchenwald vor 70 Jahren ermordeten Priester Matthias Spanlang erinnert.
Spanlang stammte aus Kallham und war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Deshalb war er auch eines der ersten oberösterreichischen Opfer des NS-Terrors. Bereits einen Tag nach dem „Anschluss“ wurde er am 13. März 1938 in St. Martin im Innkreis verhaftet. Am 5. Juni 1940 wurde der auf 45 Kilo abgemagerte, einst 120 kg schwere und sehr große Priester vermutlich mit dem Kopf nach unten im berüchtigten Lagerbunker von Buchenwald gekreuzigt.
Nach einer Führung durch das ehemalige KZ und einer von Pfarrer Kreindl und Diakon Mayer geleiteten Andacht in Spanlangs Zelle im Lagerbunker wurde eine Gedenktafel an den Vertreter der Gedenkstätte übergeben. Sie wird an einer Wand im Krematorium angebracht.