Zwei Drittel der 300 Bibiliotheken in Oberösterreich haben einen kirchlichen Hintergrund
Ausgabe: 2010/30
28.07.2010
In keinem anderen Bundesland Österreichs haben so viele, nämlich zwei Drittel der insgesamt 300 Bibliotheken in Oberösterreich, einen kirchlichen Hintergrund. 119 Pfarren der Diözese führen eine öffentliche Bibliothek, weitere 81 tun dies in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Die öffentlichen Bibliotheken in den Pfarren werden jährlich von rund 71.000 Menschen benutzt. In manchen Pfarren sind sie ein so großer Besuchermagnet, dass 25 bis 30 Prozent der Menschen im Ort dort regelmäßig zusammentreffen.
Vielfältiges Angebot. Eine Million Bücher, Spiele und elektronische Medien bieten die kirchlichen Bibliotheken ihren Benutzer/innen. Neben DVDs, Audio-CDs und Hörbüchern erfreuen sich vor allem die Veranstaltungen größter Beliebtheit. Das vielfältige Angebot reicht von Autorenlesungen, Spiele–nachmittagen, Kindersegnungen, Lesenächten bis zu Buchausstellungen. Im Jahr 2009 waren es insgesamt 1585 Veranstaltungen, die von rund 67.500 Menschen besucht wurden. Die Bibliotheken locken auch Menschen in die diözesanen Gebäude, die nicht zu regelmäßigen Kirchenbesuchern zählen.
Besuchermagnet. Rund 770.800 Kontakte mit Menschen können die Pfarrbibliotheken pro Jahr vorweisen. Die Besucherzahlen haben sich im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr sogar von 40.100 auf 43.900 Leser/innen, also um 9,5 Prozent gesteigert. Etwa sechs Stunden pro Woche an drei unterschiedlichen Tagen sind die Bibliotheken geöffnet. Sie sorgen somit Woche für Woche für einen kontinuierlichen Besucherstrom in der Pfarre und tragen so wesentlich zur Belebung der Pfarrhöfe und Pfarrheime bei.