Diözese Linz. Pax Christi Österreich begrüßt die Diskussion um die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und fordert statt dessen den massiven Ausbau ziviler Friedensdienste. Die Organisation spricht sich dagegen aus, auf ein Berufsheer umzustellen, sondern regt eine allgemeine Dienstpflicht an, innerhalb derer Jugendliche und junge Erwachsene zwischen verschiedenen sozial wünschenswerten Einsatzfeldern wählen können.Gleichzeitig weist Pax Christi darauf hin, dass Zivildiener gegenüber Präsenzdienernbenachteiligt sind: Sie erhalten eine um ein Drittel geringere Grundvergütung, geringere Naturalkosten in der Verpflegung und haben eine deutlich längere Dienstzeit.
„Für Pax Christi bleibt ein gefährlicher Widerspruch der österreichischen und internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik bestehen: Obwohl es sich zeigt, dass die heutigen Bedrohungen (vor allem ethische Konflikte, wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen) mit militärischen Mitteln nur zu einem kleinen Teil gelöst werden können, werden weiterhin riesige Ressourcen an menschlicher Energie und Finanzmitteln für etwaige militärische Konfliktaustragungen ausgegeben, während die nichtmilitärischen Möglichkeiten ziviler Konfliktaustragung vernachlässigt bleiben“, so Pax Christi in einer Aussendung.