Präsentation des Solidarsparbuches.Valentin Schweitzer (pro mente Vöcklabruck), Sr. Kunigunde Fürst, Stefan Hindinger (Wohnungslosenhilfe Mosaik), Sieglinde Prag (Schuldnerberatung Vöcklabruck), Waltraud Schobermayr (Sozialzentrum), Dir. Günter Cerny (Sparkasse OÖ), Bgm. Herbert Brunsteiner (Regionalmanagement)
Eine eigene Wohnung! Kaum leistbar – Kautionen, Baukostenzuschüsse, Gebühren und Einrichtung sind zu zahlen. Für Menschen mit geringem Einkommen sind das enorme, oft nicht zu schaffende Hürden.
Das Armutsnetzwerk Vöcklabruck, das Regionalmanagement Vöcklabruck/Gmunden und die Sparkasse OÖ haben nun ein Modell entwickelt, das es bedürftigen Menschen möglich machen soll, an eine leistbare Wohnung zu kommen: das Solidarsparbuch. Statt der allgemeinen Praxis, Spenden als Unterstützung für Projekte einzusammeln, bietet die Sparkasse OÖ in all ihren Filialen das Solidarsparbuch an. Es ist eine täglich fällige Spareinlage mit einem derzeit (bis 31. Dezember 2010) garantierten Zinssatz von einem Prozent. Die Hälfte des Zinsertrages geht direkt als Unterstützung an das Armutsnetzwerk. Im Dezember 2010 wird ein neuer garantierter Zinssatz für 2011 vereinbart.
Kooperation. Sr. Kunigunde Fürst, die Generaloberin der Franziskanerinnen und Sprecherin des Armutsnetzwerkes, nennt die Kooperation mit Regionalmanagement und Sparkasse beim Projekt „Starthilfe Wohnen“ zukunftsweisend. Bürgermeister Herbert Brunsteiner, Obmann-Stellvertreter des Regionalmanagements Vöcklabruck-Gmunden, weist auf eine der wichtigsten Aufgaben des Regionalmanagements hin: regionale Projekte und Initiativen zu beraten und zu unterstützen.
Solidarfonds. Dieser Anteil am Zinsertrag sowie Großspenden (unter anderem von der Sparkasse) kommen in einen Solidarfonds, aus dem Unterstützungen bis zu einer Höhe von 2.000 Euro vergeben werden, die in kleinen Monatsraten rückgezahlt werden müssen. „Starthilfe Wohnen“ tritt nicht in Konkurrenz zu Kreditinstituten. Der Zugang zu einem Kredit erfolgt über Sozialeinrichtungen wie etwa die Schuldnerberatung, die Wohnungslosenhilfe, pro mente, Caritas, Volkshilfe und Sozialberatungsstellen. Abgewickelt wird die Unterstützung vom Verein Sozialzentum.