2005 entstanden durch den Bau der Tiefgarage unter dem Pfarrplatz Risse im Mauerwerk der Linzer Stadtpfarrkirche. Im letzten Winter wurden die Schäden immer größer. Nachdem die Rissbildung endlich gestoppt ist, kann ab Sommer saniert werden.
Der Schaden ist enorm. Rund 100.000 Euro wird die Sanierung der Mauerrisse kosten, ist die Schätzung der Bauexperten. Besonders betroffen ist der Altarraum, der mit einem Deckengemälde geschmückt ist. „Die Versicherung des Tiefgaragenbetreibers kommt für den Schaden auf“, berichtet Rudolf Leitner vom Baureferat der Diözese Linz von der Sitzung am letzten Montag, bei der man sich mit der Versicherung auf die Details der Sanierung einigen konnte.
Verpressung der Risse. Ab Sommer werden die Risse verpresst und hohlliegende Flächen hinterfüllt. So kann eine Verbindung zum Ziegelmauerwerk wieder hergestellt werden. Bis spätestens November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, hofft Leitner. Damit könnte zu Weihnachten wieder ganz normal die Messe gefeiert werden. Denn seit Dezember 2009 ist die Decke des Altarraums mit Netzen abgesichert und sind Teile der Kirche abgesperrt. Kurzzeitig stand als schlimmstes Szenario sogar im Raum, dass das Kirchenfundament mit einem aufwändigen Verfahren stabilisiert werden muss. Dies ist nach mehreren Messungen jedoch definitiv nicht mehr notwendig. Abseits der Schadensbehebung ist auch eine Generalsanierung der Stadtpfarrkirche geplant. „Diese startet aber voraussichtlich erst in drei bis vier Jahren“, so Leitner.