Am 30. Mai 2010 wurde ein oberösterreichweites Pilotprojekt eröffnet: das von Pfarre und Gemeinde miteinander errichtete Gemeinde- und Pfarrzentrum schafft in Meggenhofen eine neue Mitte.
Die intensive Planung hat sich gelohnt. Seit 2003 hat ein Leitungsteam bestehend aus Vertretern von Gemeinde und Pfarre mit der Bevölkerung die Gestaltung eines neuen Ortszentrums erarbeitet und in einer gemeinsamen Bauphase umgesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Musikverein, Gemeindeverwaltung, Veranstaltungssaal, ein Café und das kirchliche „Martinshaus“ – in drei Gebäuden stehen der Bevölkerung insgesamt 1800 m2 Nutzfläche zur Verfügung. Die Gebäude bilden gemeinsam mit der Kirche ein einladendes Ortszentrum. Das Haus der Pfarre ist das „Martinshaus“, in dem sich neben Pfarrbücherei und -kanzlei drei weitere Gruppenräume befinden. „Ganz im Sinn unseres Kirchenpatrons, des heiligen Martin, teilen wir Jugend-, Jungschar- und Vereinsraum mit allen Gruppen in der Gemeinde, die sie brauchen“, erklärt Josef Malzer vom Finanzausschuss der Pfarre: „Diese Offenheit soll unsere Pfarre weiterhin prägen, sie ist die geistige Grundlage für das Miteinander.“ Sein Fazit: „Land und Diözese haben bei uns in die gesellschaftliche Ader von Gemeinde und Pfarre investiert. Das Netzwerk zwischen den Vereinen und Organisationen wird noch besser geknüpft.“
Mitgestalten. Auch die Finanzierung des 3,8 Millionen Euro umfassenden Projekts erfolgte gemeinsam: 62 Prozent tragen Land und Gemeinde, 38 Prozent Diözese und Pfarre. Für die Pfarre sind die neuen Räume bereits belebend für die Pfarrarbeit. Bei der Segnungsfeier von Gemeinde- und Pfarrzentrum am 30. Mai 2010 wünschte Bischof emeritus Maximilian Aichern den Bewohnern Meggenhofens, dass das Pfarrheim für sie Heimat ist: „Heimat ist dort, wo du nicht allein bist und wo du dich wohlfühlst.“ Bürgermeister Max Hiegelsberger sieht in dem neuen Ortszentrum einen Impuls zur Mitgestaltung der Gesellschaft. Er griff bei der Eröffnung ein Wort Mahatma Gandhis auf: „Du selbst musst die Veränderung sein, die die Welt vollziehen soll.“