Enns – Brasilien. Der Ennser Priester Christian Mayr arbeitet als Pfarrer in Barreiras, der Diözese von Bischof Richard Weberberger. Mayr hat nicht nur Theologie studiert, sondern ist auch ausgebildeter Kunsterzieher. So bitten ihn die Leute seiner Pfarren immer wieder, ihre Kirchen mit Gemälden auszugestalten. Sein jüngstes Werk setzte ihn ziemlich unter Druck. Es sollte neun Tag, vor dem Fest der Kirchenpatronin am 13. Mai fertig sein. Die Pfarre feiert das Patrozinium von „Unserer Lieben Frau zu Fatima“ und bereitet sich auf das Fest mit einer Novene vor. Schließlich hat Pfarrer Mayr es doch geschafft. Das Patroziniumsfest mit Messe und Prozession, zu dem auch Kirchenferne und Besucher/innen aus den Nachbargemeinden kommen, kann nun in dem fertig ausgemalten Gottesdienstraum gefeiert werden. Der Mittelteil des Apsisbildes zeigt Jesus Christus, der Weg, Wahrheit und Leben ist. Links davon ein Engel und rechts Maria mit dem Rosenkranz, der an ihre Aufforderung in Fatima erinnert, den Rosenkranz zu beten. In dem großen Gemälde, das die Stirnwand der Kirche einnimmt, hat Pfarrer Mayr das ganze Geschehen von Fatima ins Bild gesetzt: die Seherkinder, das Sonnenwunder und den Ruf zur Bekehrung. Das Kirchengebäude hat die Gemeinde selbst gebaut, für den Fußboden und die Bänke kam Hilfe aus der Heimat, aus Wolfern und Enns.