Ausgabe: 2010/16, Grün, Wels, St. Josef, Pernau, gott, Gerechtigkeit, Leid
21.04.2010
In der vollbesetzten Pfarrkirche Wels-St. Josef referierte am 17. April 2010 der Benediktiner P. Anselm Grün zu dem viel diskutierten Thema „Womit habe ich das verdient? Die unverständliche Gerechtigkeit Gottes“.
P. Anselm betonte in seinem Vortrag, dass es nicht darum gehe, nach dem Warum des Leidens zu fragen, weil es letztlich nicht weiterführe, sondern anzuerkennen, dass wir den Willen Gottes nicht kennen würden. Auch die Apostel hätten keine Antwort auf das Leiden Jesu gewusst. Und selbst Jesus gebe keine Antwort auf die Frage des Warum des Leides, sondern helfe uns, es zu deuten. Grün zitierte dazu Karl Rahner, den großen deutschen Konzilstheologen, mit den Worten: Die Unbegreiflichkeit des Leides ist die Unbegreiflichkeit Gottes. „Leid soll uns nicht zerbrechen, sondern uns aufbrechen zu neuem, größeren Leben. Es gibt kein Leid, das nicht verwandelt werden kann“, ist P. Anselm überzeugt.