Grieskirchen. Am Karfreitag des Jahres 1944 starb – vom Lagerkommandanten zu Tode gequält – im KZ Gusen der Priester Johann Gruber. Da Dutzende Mithäftlinge seiner Fähigkeit, zusätzlich Nahrung zu besorgen, ihr Leben verdanken, nannten sie ihn „Papa“ Gruber. Johann Gruber (geboren 1889) stammt aus Grieskirchen, in der Pfarrkirche wurde er getauft und feierte in ihr seine Primiz. Die Pfarre beauftragte 2009 die Künstlerin Maria Moser, die für ihre Glasfenster in Linz-St. Konrad und Grieskirchen bekannt ist, einen Gedenkort (siehe Bild) in der Pfarrkirche zu gestalten. Die Stele aus färbigem Glas zeigt ein Porträt Grubers. Das Bibelwort aus dem Matthäusevangelium: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt ...“, deutet sein Leben aus der Pers–pektive des Glaubens. Grieskirchen gedenkt jährlich bei der Karfreitags-Liturgie des Leidens und Sterbens Jesu, aber auch des Leidens und Sterbens des Priesters Johann Gruber.