„Gemeinsam unterwegs“ heißt das Pfarrblatt der beiden Pfarren Aspach und Höhnhart. Und damit ist nicht nur die Zusammenarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit beschrieben.
Die Aspacher und Höhnharter haben denselben Pfarrer. Da liegt es nahe, etwas gemeinsam zu machen – was auch geschieht. Etwa mit einer Pfarrgemeinderatssitzung oder einer Klausur, an der die Räte beider Pfarren teilnehmen. Oder durch eine Wochenordnung für beide Pfarren. Die Beginnzeiten der Sonntagsgottesdienste wechseln im Jahresrhythmus: Heuer ist in Aspach die Frühmesse (um 8.30 Uhr), nächstes Jahr in Höhnhart.
Bereichernd. Gemeinsames und miteinander Abgestimmtes hemmt nicht eigenständiges Bewusstsein. Vielmehr lässt es teilhaben an einem größeren Talente-Pool und bereichert alle Seiten. Das gemeinsame Pfarrblatt ist ein gutes Beispiel dafür und eine funktionierende Klammer. Zur Vorbereitung der kommenden Osternummer trifft sich das Team am 2. März im Pfarrhof Aspach. Nach zwei Stunden ist alles ausgemacht. Höhnhart und Aspach (mit Wildenau) sind entsprechend berücksichtigt, die Arbeiten verteilt und der inhaltliche Schwerpunkt vereinbart. Dieser wird zum Thema geistliche Berufungen (es ist das „Jahr des Priesters“) gestaltet und soll sich in mehreren Beiträgen durch das Pfarrblatt ziehen. Der Umfang des Pfarrblattes, das eine Auflage von 1700 Stück hat, richtet sich nach der Fülle der von den Pfarrgruppen abgelieferten Beiträge.
Großflächig. Es gibt keinen Vorrang für eine Pfarre. „Es ist ja auch für beide interessant und oft betrifft es beide“, sagt Pfarrer Mag. Wolfgang Schnölzer. Die Pfarren Höhnhart und Aspach sind zusammen 50 Quadratkilometer groß. Ihre Ortskerne liegen allerdings nahe beisammen – vier Kilometer. – So mischen sich auch die Gottesdienstgemeinden ein bisschen – etwa, wenn man zur späteren Messe in die andere Pfarre fährt.
Beitragend. Die Katholische Frauenbewegung Höhnhart hat einen Bericht geschickt, eine Veranstaltung des Bildungswerks Höhnhart muss angekündigt werden. Aus der Mütterrunde Aspach gibt es Neuigkeiten, genauso von der Katholischen Männerbewegung ... Viele leisten Beiträge. Zu manchem Beitrag übernehmen Redaktionsmitglieder die Aufgabe, weitere Angaben nachzufragen. Häufig kommt die Frage: Haben wir ein passendes Bild? Hierin unterscheidet sich die Pfarrblattredaktion nicht von einer anderen. Das Besondere ist, wie sehr sich die Berichte pfarrlich ohne „Platzkampf“ mischen: Alles ist gleich wichtig. Und die Titelseite? – Da wird Layouter Ing. Markus Gottfried noch suchen. Lokale Färbung – nur Menschen aus Höhnhart oder Aspach auf der Titelseite abzubilden – wäre nicht gut. So zeigt auch das Logo des Pfarrblatts Menschen, die sich die Hände reichen, von hinten.
Pfarrblattredaktion im Aspacher Pfarrhof. Zur Erarbeitung des Osterpfarrblattes sind Norbert Pointecker aus Aspach, Josef Raschhofer aus Höhnhart, Markus Gottfried (ein Mettmacher), Maria Frauscher aus Aspach und Pfarrer Wolfgang Schnölzer zusammengekommen.