Der 14. März steht in viele Pfarren Oberösterreichs ganz im Zeichen des Liebstattsonntags. Die Tradition wird besonders im Salzkammergut gepflegt, wo sie auf das 17. Jahrhundert und die Corpus-Christi-Bruderschaft zurückgeht. Diese lud in Gmunden die Armen immer am 4. Fastensonntag zum gemeinsamen Mahl ein. Der Dienst der Nächstenliebe hat sich über die Jahrhunderte gewandelt. So sind die Zeiten, als ledige Burschen ihrer Angebeteten mit einem Liebstattherz einen Verlobungsantrag machten, längst vorbei. Noch immer aber drücken die Herzen Dankbarkeit aus, sind Ausdruck von Herzlichkeit und bestätigen die Liebe (Liebstatt). So wie in Gmunden, wo ein Lebkuchenherz mehr als tausend Worte sagt (Bild).