Die Verhüllung des Altars in der Fastenzeit ist ein alter Brauch, den die Pfarre Puchkirchen durch ein Element ergänzt hat: Die Kirchenbesucher/innen können auf einem Banner in großen Lettern die Einladung lesen, auf ihre Seele achtzugeben. Nach kirchlicher Tradition wird der Blick auf das Allerheiligste entzogen, um die Sicht auf das Wesentliche – nach innen – zu richten. „Es ist paradox“, erläutert Pfarrassistent Johannes Frank, „aber erst durch die Verhüllung wird das Heilige besonders sichtbar!“ In der Pfarrkirche fasten aber nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren. In den Sonntagsgottesdiensten wird das gesprochene Wort bewusst zugunsten von Stille rezudiert. So geschieht der Einzug im Schweigen und auch nach der Begrüßung wird Stille gehalten. Dazu passt, dass man in der Pfarre Mitte März eine Woche terminfrei hält.