Wegen ihres Glaubens an Jesus haben Franz und Christian, wie sie nun heißen, ihre Heimat, den Iran, verlassen. Am Valentinstag empfingen die beiden Männer in Windhaag bei Freistadt die Taufe.
So unterschiedlich die Biografien der Neugetauften auch sind, eines eint sie: ihre Religion, der Islam, wurde ihnen zunehmend fremd und auf ihrer Suche stießen sie – der eine über den Umweg eines Jesusfilms – auf die Bibel. Die Lebensgeschichte Jesu zog sie in ihren Bann und die Begegnung mit Christen vor Ort war für sie eine Bestärkung dessen, was sie im Neuen Testament gelesen hatten. Beide haben die Gläubigen und die Priester in ihren Heimatstädten als sehr offene und freundliche Menschen erlebt. Im Iran sahen sie aber keine Möglichkeit, ihren Glauben zu praktizieren: die Konversion vom Islam zum Christentum wird mit Haft geahndet, an deren Ende die Todesstrafe steht. Der 23-jährige Franz und der 32-jährige Christian sind deshalb geflohen und als Asylsuchende in Österreich gelandet. In ihrer Unterkunft in Windhaag nahmen sie mit der Pfarre Kontakt auf. Paulus Kenner, selbst Flüchtling aus dem Iran (die KIZ berichtete über seine abenteuerliche Lebensgeschichte), hat die beiden Landsleute zur Taufe begleitet. Vier Monate hat er wöchentlich Franz und Christian in ihrer Muttersprache vorbereitet. Eine Reihe weiterer Flüchtlinge aus dem Iran wird Ende Februar getauft.