Der Bau des Pfarrheims steht unter dem Motto „Zum Nutzen der Menschen und zur Ehre Gottes“
Ausgabe: 2010/04, Traberg, Pfarre, Pfarrheim, Bau
29.01.2010
- Josef Wallner
Noch steht das Pfarrheim im Rohbau, aber die Aktivitäten in der Pfarre Traberg sind schon ganz auf die neuen Räume und Möglichkeiten ausgerichtet.
Die 710 Katholiken zählende Pfarre hat eine einzigartige Zusammensetzung. Traberg ist zwar ein Volksschulsprengel, aber keine politische Gemeinde. Das Pfarrgebiet besteht aus Teilen von drei unterschiedlichen Kommunen, darüber hinaus geht noch die Grenze der politischen Bezirke Rohrbach und Urfahr-Umgebung mitten durch die Pfarre. Was auch im Alltag Auswirkungen hat: Die einen sind mit dem Einkaufen zum Beispiel nach Rohrbach orientiert, die anderen eher nach Linz. „Der Pfarre kommt in dieser Situation als Ort der Begegnung eine zentrale Bedeutung zu. Sie übernimmt Aufgaben, die sonst eher von einer Gemeinde erfüllt werden“, charakterisiert Pfarrer P. Meinrad Brandstätter die Situation. „Traberg lebt über die Pfarre“, pflichtet ihm Berta Danzer, die Leiterin des Kirchenchors, bei.
Ein offenes Haus für alle. Unter diesen Voraussetzungen sind Räume für die Kommunikation ein Muss. Diese bestanden bislang in einem leeren, desolaten Klassenzimmer. Vom diözesanen Baureferat ermutigt und vom Stift Wilhering, zu dessen inkorporierten Pfarren Traberg gehört, tatkräftig unterstützt, hat sich die Pfarre an den Neubau eines Pfarrheims gemacht. Wann immer die Traberger in den vergangen Monaten zum Sonntagsgottesdienst kamen, sahen sie, wie gegenüber der Kirche das neue Heim gewachsen ist. Kirchenchor, Jungschar, Bildungswerk, Theatergruppe – alle freuen sich schon auf die Einweihung des Hauses noch in diesem Jahr. Der Bau hat auch eine Reihe von Aktivitäten zur Finanzierung ausgelöst. Unter anderem wird zum monatlichen Sammelsonntag die Messfeier musikalisch besonders gestaltet. Da die gesamte Traberger Bevölkerung musikalisch begabt ist, wie Pfarrer P. Meinrad schmunzelnd, aber doch treffend meint, sind diese Gottesdienste sehr ansprechend. Die Aktion geht damit weit über das Geldsammeln hinaus und bedeutet für die Pfarre einen geistlichen Impuls. „Auf die Noten unseres Kirchenchors haben wir auf Wunsch des Finanziers der Noten immer geschrieben: zum Nutzen der Menschen und zur Ehre Gottes“, erzählt Berta Danzer: „In diesem Sinn bauen wir auch das neue Pfarrheim.“