Der Bau einer Tiefgarage hat 2005 große Schäden in den Mauern der Stadtpfarrkirche Linz verursacht. Bei einer Kontrolle wurde jetzt festgestellt, dass die Risse noch immer größer werden. Wann saniert werden kann, ist noch offen.
Als bei der jüngsten Kontrolle die Decke abgeklopft wurde, begann es Putzteile herabzurieseln. Deshalb hat das Baureferat der Diözese Linz sofort veranlasst, die Decke im Altarraum mit Netzen abzusichern. Ohne diese Maßnahme müsste die Kirche komplett gesperrt werden. Die Kosten für die Reparatur könnten sich für die Versicherung des Tiefgaragenbetreibers auf bis zu 80.000 Euro belaufen. Durch die Arbeiten für die Tiefgarage im Jahr 2005 haben sich Risse in den Kirchenmauern gebildet. Trotz einer eigens eingesetzten Schutzwand zwischen Garage und Kirche kam es bei dem Gotteshaus zu erheblichen Schäden. Dabei ist die Gefahr aus der Tiefe noch nicht gebannt. „Die Baugrube, die damals gemacht wurde, kann sich immer noch bewegen“, sagt Rudolf Leitner vom Baureferat der Diözese Linz: „Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber im schlimmsten Fall kann es sein, dass das Fundament der Apsis mit einem aufwändigen Verfahren stabilisiert werden muss, bevor renoviert werden kann.“ Bis zum Jänner soll entschieden werden, wie es mit der Sanierung weitergeht. Frühester Beginn ist Frühjahr 2010.
Risse in Urfahr. Ähnlich gelagert ist der Fall bei der Stadtpfarrkirche Urfahr, bei der der AEC-Zubau Schäden verursacht hat. Im Frühjahr soll entschieden werden, ob eine Fundamentstabilisierung bei dem Gotteshaus notwendig ist und ob der angepeilte Sanierungsbeginn 2010 eingehalten werden kann.