Ausgabe: 2009/51, Adventsbrauch, St. Michael, Perg, Schmuck, Adventfenster
16.12.2009
Mit neuen Formen der Herbergssuche erfüllen die Pfarren Leonding-St. Michael und Perg einen alten Brauch mit Leben. Während in Leonding dafür private Räume geöffnet werden, gibt es in Perg einen außergewöhnlichen Adventkalender. Vom 1. bis zum 24. Dezember finden in Perg vor 24 festlich geschmückten Fenstern in der Stadt kleine Adventfeiern statt. Familien, Vereine und pfarrliche Gruppierungen gestalten jeweils um 18.15 Uhr eine zehnminütige Andacht. Ob Rosenkranz, Kindergebete oder Adventlieder – die Feiern zeigen die Vielfalt der Glaubenszugänge unter den Menschen. Die vor fünf Jahren ins Leben gerufene Aktion erfreut sich steigender Beliebtheit. Mittlerweile sind es 30 bis 100 Menschen, die täglich die Gelegenheit nutzen, im Advent innezuhalten. „Die Aktion Adventfenster wird von der Bevölkerung gut angenommen und ist eine willkommene Unterbrechung des Alltags“, sagt Pfarrer Konrad Hörmanseder. Nicht selten, dass die Feiern mit einem gemütlichen Beisammensein abgeschlossen werden.
Feiern im kleinen Rahmen. In Leonding-St. Michael öffnen einzelne Personen ihre Wohnzimmer für Adventfeiern im kleinen Kreis. Im Pfarrblatt stehen dazu Name, Adresse und wann der jeweilige private Raum offen steht. „Wir wollen mit dieser Öffnung ein Zeichen setzen – für mehr persönliche Kontakte und Beziehungen in der Pfarrgemeinde“, erzählt Pfarrer Kurt Pittertschatscher: „Was immer die Gastgeber/innen an Überraschungen bereithalten – möge im Geben und Nehmen viel Friede, Freude und Wärme stecken.“ Den Anfang mit der besonderen Form der Herbergssuche machte der Pfarrer selbst. Zwei Leute haben die Einladung in das Wohnzimmmer des Geistlichen genützt. „Gemütlich war’s“, sagt Pittertschatscher. „Es ist schön, wenn die Leute im Gebet zusammenkommen.“