Ausgabe: 2009/39, Heimat, Fremde, St. Franziskus, Kongo, Völker
23.09.2009
Linz-St. Franziskus. Zum Beispiel Aisha. Die im Kongo aufgewachsene Krankenschwester ist in den Neunziger Jahren nach Österreich gekommen. Geblieben ist sie der Liebe wegen. Um sich hier eine Existenz aufzubauen, mussten Aisha und ihr Mann viel kämpfen, wie sie erzählt. Mehrmals in der Woche ist die 40-Jährige in der Pfarre Linz-St. Franziskus im Stadtteil Neue Heimat. Dort trifft sich die afrikanische Gemeinde, feiert den Glauben und greift Schwestern und Brüdern in Notsituationen unter die Arme. Vergangene Woche war Aisha eine von rund 50 Teilnehmer/innen, bei der von der Pfarre veranstalteten Begegnung „Neue Heimat – Heimat für alle?“ Eine international besetzte Runde, die von Vietnamesen, Österreichern über Kongolesen bis hin zu Irakern reichte, kam sich so näher und sprach über das Zusammenleben mehrerer Nationen im Stadtteil. Probleme, wie etwa die Fremdenfeindlichkeit, wurden thematisiert. Vor allem aber wurde betont, dass die Integration ganz gut gelingt und diejenigen, die hier ihre neue Heimat gefunden haben, eine große Bereicherung für den Stadtteil und die Pfarre sind.