Gisela Gensch, Berlinerin mit Mühlviertler Zweitwohnsitz, und ihr Mann haben 2008 als erste europäische Christen die ehemalige Missionsstation in der chinesischen Stadt Fujin besucht, wo 1946 die beiden Kapuziner P. Antonin Schröcksnadel (Tirol) und P. Theophil Ruderstaller aus Ostermiething ermordet wurden und bis heute begraben sind (die KIZ berichtete). In einem dokumentarischen Roman hat Gensch nun – gestützt auf seine Briefe – das Leben von P. Theophil detailreich und mit zeitgeschichtlichen Hintergründen, die hierzulande so gut wie nicht bekannt sind, nachgezeichnet. Eine lohnende Lektüre.
Lu Shen Fu. Der Missionar. Dokumentarischer Roman mit 340 teils historischen Abbildungen, Gisela Gensch, 584 Seiten, München 2009, ISBN 978-3-931 680-57-2 Euro 21,80