Die St. Florianer Stiftspfarren und das Stift in Bildern aus der Barockzeit
Ausgabe: 2009/27, Prachthandschrift, St. Florian, Stift, Bilder, Barockzeit
01.07.2009
Ein einzigartiges Zeitdokument, eine historisch aufschlussreiche Bildquelle und darüberhinaus wunderbar anzusehen: Die „Topographia Florianensis“ ist ein herausragendes Werk. Der St. Florianer Chorherr Johann Ev. Pachl hat als Stiftsarchivar alle Kirchen und Kapellen, dazu die Lesehöfe (Weingüter) und die weiteren zum Stift St. Florian gehörenden Gebäude kurz beschrieben. Karl Anselm Heiß, der Kammerdiener des Propstes Johann Georg Wiesmayr, hat dazu die Abbildungen angefertigt. Es sind keine Architekturzeichnungen, aber die abgebildeten Gebäude sind gut erkennbar. So ist eine – mit 1743 datierte – barocke Prachthand-schrift mit 75 Abbildungen entstanden. DDr. Karl Rehberger, der Bibliothekar des Stiftes, und Christiane Wunschheim haben die knappen lateinischen Texte der Handschrift übersetzt und das Werk für den Druck aufbereitet. Aus einem Einzelexemplar von unschätzbarem Wert wurde ein sorgfältig gestaltetes Buch, das man sich leisten kann. Es ist nicht nur für Historiker, sondern auch für die Bewohner der 33 inkorporierten Stiftspfarren von St. Florian interessant. Sie finden in dem Werk eine beeindruckende Darstellung aus der Geschichte ihres Ortes, wie das oben abgebildete Beispiel – Kirche und Pfarrhof von St. Oswald bei Freistadt – zeigt.
- Topographia Florianensis, K. Rehberger und Ch. Wunschheim (Hg.), 177 Seiten, mit drei Karten, gebunden, Goldschnitt, Euro 28,– , Wagner Verlag: ISBN 978-3-902330-36-9.