Gründe zum Feiern gibt es im Dekanat Weyer genug: Jubiläen in Ternberg, Reichraming, Kleinreifling, Losenstein und Weyer. Am 7. Juni 2009 kamen 200 Gläubige zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Pfarre Weyer, der eine Laune der Natur als Symbol für ihre Arbeit dient.
Die Weihe der Pfarrkirche durch den Passauer Bischof Otto von Lohnsdorf am 4. November 1259 – vor 750 Jahren – ist für die Pfarre Weyer der Anlass, in dem Jubiläumsjahr geistliche und kulturelle Schwerpunkte zu setzen. Ein Symbol, das die Pfarre dabei begleitet, ist eine geologische Besonderheit der Region. Während die Alpen eine deutliche Ost-West- Ausrichtung haben, machen sie in Weyer einen Bogen nach Süden. Das ist in den Ostalpen einzigartig und Anlass für viele wissenschaftliche Untersuchungen. Für die Pfarre steckt darin ein Hinweis, nach Süden zu schauen, auf die Menschen in den Ländern des Südens, und sich um einen fairen Lebensstil zu bemühen. „Die Weyrer Bögen stellen uns vor Augen: umdenken, die Richtung ändern ist angebracht“, sagt PfarrgemeinderatsObmann Konrad Rumetshofer. Das Thema „Nachhaltigkeit“ nimmt in der Pfarre einen hohen Stellenwert ein und hat im Pfarrblatt in einer eigenen Rubrik seinen festen Platz.
Wallfahrt. In der Predigt zur Jubiläumswallfahrt, bei der am 7. Juni das ganze Dekanat feierte, sprach Pfarrprovisor P. Alois Gappmaier in seiner Predigt recht klare Worte über die gemeinsame Berufung und Verantwortung in der Seelsorge von Geweihten und Laien und forderte auch von der Kirchenleitung, was Jesus den Menschen immer wieder zurief: „Fürchtet euch nicht!“ In einem eigens aufgestellten Zelt am Friedhofsvorplatz gab es nach dem besinnlichen Wortgottesdienst viele Begegnungen und Gespräche, die den Horizont über die eigene Pfarre hinaus erweiterten.