Zum 500-Jahr-Jubiläum der Kirchweihe feierte die Pfarre Weichstetten am 3. Mai 2009 einen Gedenkgottesdienst in ihrer ehemaligen Bischofsstadt Passau.
Eine Gruppe von neun Personen – unter ihnen Pfarrgemeinderatsobmann Franz Ebner – hatte sich zu Fuß auf den Weg nach Passau gemacht. Fünf Tage waren sie unterwegs. Die guten Gespräche während des Gehens, die Gemeinschaft und das Erleben der Natur – all das hat Franz Ebner beeindruckt. Und mehrmals täglich tauchte auch die Frage auf: Welche Abzweigung sollen wir nehmen, wie gehen wir weiter? Diese Erfahrung schlägt für Franz Ebner eine Brücke zur Situation der Pfarre: Wir wollen als Pfarre so weitergehen, dass wir gut zusammenhalten, aufeinander hören, wenn wir etwas zu entscheiden haben. Die Gemeinschaft soll dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft als eigenständige Pfarre wirken können. Mit dreißig Radfahrern machte sich Pfarrer Hans Hauer auf den Weg nach Passau: „Wichtig ist zu schauen, dass alle gut mitkommen und ankommen – im Leben der Kirche ist das nicht anders als beim Radfahren“.
Tugenden als Grundlage. Beim Gottesdienst, zu dem auch ein große Schar Bus- und PKW-Wallfahrer/innern gestoßen sind, betonte Pfarrer Hauer, dass das 500-Jahr-Jubiläum auch ein Anstoß ist im Glauben zu wachsen. Die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe sind Grundlage für das Leben der Gemeinschaft und der Pfarre.