Ausgabe: 2009/17, Spital am Pyhrn, Benediktweg, pilgern, Kloster, St. Paul
22.04.2009
Für das Stift Spital am Pyhrn war es vor 200 Jahren das endgültige Aus, für das Kloster St. Paul im Lavanttal der Neuanfang: Der „Benediktweg“ verbindet nun beide Orte und erinnert an ein spannendes Stück Geschichte. Als 1806 die Benediktinermönche aus St. Blasien im Schwarzwald vertrieben wurden, fanden sie im Kollegiatsstift Spital am Pyhrn eine neue Bleibe. Spital war 1807 völlig unerwartet aufgehoben worden. Da das Stift für die Benediktiner aber zu klein war, wurde ihnen das seit 1782 aufgelöste Kloster St. Paul (Kärtnen) als neue Heimstätte zugewiesen. Am 1. Mai 1809 zogen die Benediktiner wieder von Spital ab. Im Andenken an dieses Ereignis wurde der 180 Kilometer lange „Benediktweg“ geschaffen, der entlang der Route der Mönche führt. Mit dem Pilgermarsch nach St. Paul – Aufbruch war am 21. April – wird der Weg eröffnet. Ein Gruppe aus der Region um St. Blasien (im Bild) machte bereits vor einigen Tagen in Spital Rast.