„Keine rechtsextreme Menschenhetze!“ – so mahnt der Aufruf zum Lichterzug gegen Rechts am 30. April in Linz. Hintergrund ist der von der „Nationalen Volkspartei“ angekündigte „Arbeitermarsch“ am 1. Mai.
Der Lichterzug will über alle politischen und religiösen Grenzen hinweg ein friedliches Zeichen gegen den Rechtsextremismus sein. Bei der Kundgebung wird unter anderem die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA), Margit Hauft, sprechen. Die KA – wie auch die Katholische Jugend – unterstützen den Aufruf zum Lichterzug. Denn, so der Befund, die Zeichen der Zeit sind besorgniserregend. Etwa, dass vor einigen Wochen die Außenmauern der Gedenkstätte KZ Mauthausen beschmiert wurden. Oder eben, dass die als rechtsextrem eingestufte Organisation „Nationale Volkspartei“ am 1. Mai durch Linz marschieren will. Oder, dass, wie der Landtagsabgeordnete der Grünen, Gunther Trübswasser, in der Festschrift zum 60. Geburtstag von Univ.Prof. Dr. Irene Dyk (siehe auch rechts) ausführt, unter der Oberfläche ein menschenfeindliches Milieu gedeiht, das augenzwinkernd neonazistische Positionen gedeihen lässt.
Ja zu Solidarität und Toleranz! Der Lichterzug setzt ein Zeichen, das Ja sagt zu Menschenwürde und gegenseitiger Achtung, zu einer Kulturhauptstadt der Vielfalt, des Respektes und der Zivilcourage, zum gemeinsamen Gestalten einer Kultur des Dialogs und zu Toleranz, zu Solidarität und Zusammenarbeit. Zivilcourage braucht es etwa, wenn Akteure politischer Parteien „mit braunem Gedankengut kokettieren“ oder Wähler/innen „auf populistischen Rassismus ansprechbar sind“, was Trübswasser eine beinahe unbemerkte Gefahr für eine offene, humane Gesellschaft nennt.
Auch Land der Menschen unterstützt „Lichter gegen Rechts“.
- Lichter gegen Rechts, 30. April,19 Uhr, Linz, vom Schillerparkzum Hauptplatz.