Attnang. Aus dem ganzen Bezirk sind am Karfreitag und Karsamstag Menschen in die Alt-Attnanger Martinskirche gekommen, um ein besonderes spirituelles Angebot zu nutzen: Sie schrieben ihre Bitten und Sorgen auf kleine Zettel und steckten diese in die Ritzen einer der Klagemauer von Jerusalem nachempfundenen Ziegelwand, die im Gotteshaus aufgebaut war. Bei der Osternachtsfeier wurden die Zettel im Osterfeuer verbrannt. Für Pfarrer Alois Freudenthaler ist die Geste der Sorgenverbrennung ein Zeichen der Hoffnung: „So wie der Tod durch Jesu Auferstehung besiegt wurde, dürfen wir auch darauf vertrauen, dass alles andere Belastende durch Gottes brennende Liebe zu uns Menschen von uns genommen wird!“