Die Evangelisationsveranstaltung Pro Christ fand von 29. März bis 5. April statt. Von Chemnitz aus wurden die Gottesdienste auf Leinwände in ganz Europa übertragen. Auch in den Pfarrsaal von Rohrbach, wo an jedem Abend bis zu 150 Personen teilnahmen.
An den acht Abenden hören über eine Million Menschen in Europa zu, wenn der evangelische Pfarrer Ulrich Parzany darüber predigt, „wie Gott sich das Leben vorstellt“. Die Themen spannen sich von „Kann man Gott beweisen?“ bis „Wie kann das Leben neu beginnen?“. Überwiegend von evangelischer und freikirchlicher Seite getragen, sind an „Europas größtem Gottesdienst“ jedoch auch einige Katholiken beteiligt. Wie etwa im Oberen Mühlviertel, wo der Pfarrsaal Rohrbach einer von zwölf oberösterreichischen Übertragungsorten war. „Es ist eine große Chance, Nichtgläubige für unseren Glauben zu begeistern. Bei den Abenden trifft man sehr viele Suchende“, berichtet Maria Wögerbauer, die die ökumenischen Pro-Christ-Veranstaltungen in Rohrbach mit organisiert hat. Nach jeder Veranstaltung können die Besucher mit katholischen und evangelischen Seelsorgern das Glaubensgespräch vertiefen. Für Menschen, die keine wirkliche Beziehung zur Kirche haben, könne Pro Christ eine wichtige Alternative sein. Die Hemmschwelle zu einer Gottesdienst-Übertragung zu gehen, sei besonders gering. „Wir sind aber sicher keine Konkurrenz zur katholischen Kirche“, beteuert Maria Wögerbauer.
Offensive Werbung. Möglichst viele Menschen will Pro Christ erreichen und geht dafür neue Wege. Dafür wird auf Plakatwänden geworben, teilweise werden Infozettel in Einkaufszentren ausgeteilt, wird an Haustüren geklingelt. „Hier bei uns in der Region haben wir aber vor allem über persönliche Bekanntschaften geworben“, erzählt Wögerbauer.