Ausgabe: 2009/03, Domkrippe, Linz, Freistadt, St. Leonhard, Puzzlespiel,
14.01.2009
- Josef Wallner
Nach 45 Jahren ist erstmals wieder die gesamte Kirchenkrippe von St. Leonhard bei Freistadt zu sehen. Sie ist ein beeindruckendes Werk der Volkskultur.
Um 1916/17 fertigten der damalige Pfarrer Haidinger und sein Kooperator Hauer selbst eine Krippe für das Gotteshaus an. Als Vorbild diente ihnen die Linzer Domkrippe. Nach der Kirchenrenovierung im Jahre 1963 wurde diese Krippe nur mehr in Fragmenten auf einem Seitenaltar aufgestellt. Die ursprüngliche Anlage geriet in Vergessenheit.
Ein Puzzlespiel. Als die Goldhaubengruppe unter Leitung von Christine Schaumberger die erhaltenen Krippenteile restaurieren wollte, stießen sie über Hinweis des Mesners am Dachboden der Kirche auf das sechseckige neugotische Gehäuse der Krippe sowie auf Teile des Krippenbergs. Selbst im Inneren eines Seitenaltars fanden sich Teile. Ein altes Foto sowie unzählige Bruchstücke und Einzelteile waren der Ausgangspunkt für die Renovierungsarbeiten, die im Jänner 2008 begannen und – rechtzeitig – am 21. Dezember 2008 mit der Segnung der Krippe abgeschlossen werden konnten. Motor dieses Projekts war Robert Mayrhofer. Er koordinierte die ehrenamtlichen Helfer/innen, band professionelle Restauratoren ein und übernahm selbst einen großen Teil der Arbeiten. So konnten die Kosten von den veranschlagten 20.000 auf 7.000 Euro gesenkt werden.