Nachdem die barocke Karmelitenkirche in der Linzer Landstraße fast ein Jahr lang gesperrt war, kann seit Weihnachten wieder in dem neu renovierten Gotteshaus gefeiert werden. Der Kirchenraum ist heller und, da die Luster entfernt wurden, vom optischen Eindruck weiter geworden. Gläubige, die mit der Karmelitenkirche vertraut sind, werden auch eine Veränderung am Hochaltarbild von Martino Altomonte bemerken. Im 19. Jahrhundert begnügte man sich nicht mit der bloßen Reinigung des Bildes, sondern die Restauratoren malten dem Jesusknaben einen Umhang, der ihn ganz bedeckte. Nun wurde er wieder „entkleidet“. Das Bild strahlt dadurch mehr Dynamik aus. Die Kirche, die täglich von 500 Menschen besucht wird, erhält auch einen behindertengerechten Zugang. Diese Arbeiten sind aber noch nicht zur Gänze abgeschlossen. Die Kosten der Renovierung belaufen sich auf rund 3 Mio Euro.