Zu Christkindl bei Steyr gehören die malerische Barockkirche, das Christkindl-Postamt, die mechanische Krippe – und eine Pfarre, die ihren Namen ernst nimmt: „Christkind“ zu sein für Straßenkinder in Ecuador.
„Als unsere Tochter Johanna nach der Matura nach Ecuador ging, um in einem Straßenkinderprojekt mitzuarbeiten, haben wir uns einerseits gefreut, wir waren als Eltern aber schon sehr besorgt“, erzählt Georg Neuhauser. In der Pfarrgemeinschaft von Christkindl hat das Ehepaar Neuhauser spirituellen Rückhalt gefunden: „Die Pfarre hat uns immer wieder ins Gebet eingeschlossen. Das hat uns gut getan.“ Zur geistlichen Unterstützung kam die materielle Hilfe. Der „Ecuador-Arbeitskreis“ der Pfarre Christkindl entstand.
Personelle Brücke nach Ecuador. Vermittelt über Jugend Eine Welt half Johanna Neuhauser in Ambato, einer Stadt im Hochland Ecuadors, bei der Betreuung von Straßenkindern. Rund 80 Prozent der 300.000 Einwohner zählenden Stadt leben unter der Armutsgrenze. Das Projekt „Don Bosco“ versucht Straßenkindern den Schulbesuch zu ermöglichen und ihnen täglich eine warme Mahlzeit zu finanzieren. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 ist der Ecuador-Arbeitskreis mit mehr als 60.000 Euro zum „Christkind“ für die Kinder in Ambato geworden. Als festen Bestandteil der Hilfe finanzieren die Aktivisten aus Steyr-Christkindl 30 Kindern Schulbesuch und Essen. Fünf Euro reichen, um ein Kind eine Woche zur Schule schicken zu können. Darüber hinaus werden auch weitere Projekte unterstützt – macht rund 10.000 Euro jährlich. Inzwischen war bereits Irene Stütz als zweite Voluntärin aus der Pfarre Christkindl in Ambato im Einsatz.