„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Österreicher/innen. Sie beantworten eine Lawine des Elends mit einer Lawine des Teilens“, sagt Caritas-Präsident Franz Küberl. Seit der Karwoche rollt die Caritashilfe nach Mazedonien und Albanien. In Österreich laufen die Vorarbeiten für die Flüchtlingsaufnahme.
Eine Lawine der Hilfsbereitschaft
Seit Jahren hat die Caritas Österreich gute Kontakte zur Bevölkerung im Kosovo. „Das verpflichtet uns jetzt geradezu, mit größter Anstrengung mitzuhelfen, daß die Flüchtlinge eine Chance auf ein Morgen haben“, sagt Caritas-Präsident Franz Küberl. Er habe immer viel von der Hilfsbereitschaft der Österreicher/innen gehalten. Was derzeit an Hilfe täglich bei der Caritas ankomme, sei überwältigend. Seit der Karwoche rollen die Caritas-Hilfstransporte nach Albanien und Mazedonien. Für das Austria-Camp kommen von der Caritas Zelte für 1600 Personen und die Versorgung mit Lebensmitteln. Darüber hinaus unterstützt die Caritas zahlreiche lokale Hilfseinrichtungen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Decken, Kleidern und Zelten. Auch die arme Bevölkerung in Mazedonien erhält Lebensmittel. Die Caritas Linz hat bereits Ende März die ersten Lkw-Ladungen mit Kindernahrungsmitteln nach Mazedonien geschickt. „Angesichts der Dimension dieses Elends werden wir einen langen Atem zum Helfen brauchen“, betont Caritas-Direktor Josef Mayr. Aufgrund ihrer Erfahrungen bei der Bosnien-Hilfe wird die Caritas Linz auch bei der Aufnahme von Kosovoflüchtlingen mithelfen. Vorerst erhielt sie vom Land den Auftrag, an die 100 Leute in Privatquartieren unterzubringen. „Ich rechne aber damit, daß mehr Flüchtlinge kommen werden. Dann werden wir wieder auf unsere engagierten Pfarren zurückgreifen müssen“, betont Direktor Mayr.