Die Österreicher arbeiten europaweit am längsten – das hängt mit den geleisteten Überstunden zusammen. „260.000 Arbeitslose im Jahresdurchschnitt sind ein gesellschaftlicher Skandal und volkswirtschaftlicher Wahnsinn.“ So lautete der Befund von ÖGB-Landessekretär Dr. Erich Gumplmaier, der mit ÖGB-Landesvorsitzenden Hubert Wipplinger Ideen zur Vermeidung von Überstunden vorstellte.
In Österreich fallen jährlich mehr als 400 Millionen Überstunden an, was nicht seinen Hauptgrund in der Abdeckung kurzfristiger Auftragsspitzen hat. Die Hälfte davon wird bezahlt. Überstunden vernichten Jobs. Die regelmäßig geleisteten Überstunden entsprächen rechnerisch mehr als 60.000 Arbeitsplätzen. Sie kosten volkswirtschaftlich 14 Milliarden Schilling. Der ÖGB schlägt daher einen Arbeitsmarktaufschlag von 100 Schilling pro Überstunde vor!