Vor 20 Jahren wurden in OÖ. erstmals „Ständige Diakone“ geweiht
Ausgabe: 1999/13, Diakon, Thom, Wagner
30.03.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Schon die Urkirche kannte das Amt der Diakone, die sich um das Wohl der christlichen Gemeinschaft kümmerten und für die Armen sorgten. Im Lauf der Zeit geriet der Diakonat in Vergessenheit, bis er durch das II. Vatikanum neu belebt wurde.
Jahrhundertelang wurde in der Kirche nur die eine Form des Diakonats ausgeübt. Nämlich der zeitlich befristete Diakonat vor der Priesterweihe, den jeder Priesterkandidat mehrere Monate lang absolviert. Die Übernahme diakonaler Aufgaben in Verkündigung, Sakramentenspendung (mit Ausnahme von Eucharistie und Buße) sowie im sozialen Bereich dient dem Hineinwachsen in priesterliche Dienste. Diakone dieser Art sind dem Zölibat verpflichet. Das Zweite Vatikanum erinnerte sich daneben der zweiten Form des Diakonates, der – nach einer theologischen Ausbildung – auf Dauer und auch verheirateten Männern übertragen wird. Vor genau 20 Jahren, im März 1979, wurden die ersten beiden oö. Diakone geweiht: Herfried Kreuzinger (+) aus Weißkirchen und Gottried Thom aus Steyregg. Thom war damals VOEST-Arbeiter und stark in der Kath. Arbeiterjugend verwurzelt. Wie die meisten Ständigen Diakone übte er sein Amt nebenberuflich aus, indem er bei der Liturgie, im Predigtdienst und in der sozialcaritativen Arbeit der Pfarre mithalf. Heute lebt Thom als Pensionist in Bad Schallerbach, wo er sich ebenfalls in der Pfarre (Liturgie, Legion Mariens) engagiert. Darüberhinaus ist er als Spitalsseelsorger in Linz tätig. Insgesamt sind in der Diözese über 50 Ständige Diakone im Einsatz, ihr Sprecher ist Fridolin Engl aus Ebensee.
Informationen zum Ständigen Diakonat erteilt das Bischöfl. Ordinariat Linz, Tel. 0732/772676-35