Um mehr Leute für die Kreuzwegandachten an den Sonntagen der Fastenzeit zu interessieren, hatte Pfarrer P. Alois Mühlbachler eine besondere Idee: Er wollte von den vorhandenen Rokokokreuzwegbildern abgehen und malte mit Fingerfarben einen neuen Kreuzweg. Er lud an einem Abend die Kath. Frauenbewegung ein, sich diesem Kreuzweg zu stellen. Auf dem Hintergrund von Frauenanliegen, die dabei zur Sprache kamen, wurden an diesem Abend Texte für zehn Stationen verfaßt. Der Rest wurde von den Frauen als „Hausübung“ gemacht. Der Kreuzweg Christi, die vom Pfarrer angefertigten Gemälde und der Text – auf dem Hintergrund vom Frauenalltag basierend –, ergaben einen „Kreuzweg besonderer Art“. Am 1. Passionssonntag haben mehr Mitfeiernde am Kreuzweg teilgenommen. Die Bilder und die Texte haben dabei Betroffenheit und ein gutes Echo ausgelöst. Die Kath. Frauenbewegung von Pfarrkirchen wollte mit der Einrichtung „Sonntäglicher Kreuzweg“ einen Dienst tun, vor allem die Besucher betroffen machen und hat dabei selber viel davon profitiert