Anläßlich der NATO-Militäraktion gegen die Bundesrepublik Jugoslawien hat die Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Linz, Margit Hauft, der großen Sorge vieler Christinnen und Christen Ausdruck verliehen. Die Menschenrechtsverletzungen der Bundesrepublik Jugoslawien seien menschenverachtend und auf das schärfste zu verurteilen, sagte sie.
Andererseits aber dürfe sich die internationale Staatengemeinschaft nicht auf dasselbe Niveau begeben und gleichfalls Menschenleben unnötig aufs Spiel setzen. Die KA-Präsidentin: „Unter einer kriegerischen Auseinandersetzung leidet immer am stärksten die Zivilbevölkerung. Es wird viel menschliches Leid verursacht.“ Verharmlosend als „Marschflugkörper“ bezeichnete Bomben sind als Mittel zur Lösung des Kosovo-Konflikts ungeeignet, sie treffen immer auch die unschuldige Zivilbevölkerung.
Nach Ansicht von Frau Hauft sollten sich unparteiische Institutionen, wie die UNO oder die OSZE, als Systeme der kollektiven Sicherheit in die Konfliktlösung einschalten. Nur so scheine eine dauerhafte Bereinigung des Kosovo-Konflikts möglich.