Ausgabe: 1999/12, St. Florian, Unternehmer, Reisinger
23.03.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Rund 50 Unternehmer und Führungskräfte aus der Wirtschaft folgten letzte Woche der Einladung zu einem besinnlichen Gang durch das Augustiner Chorherren-Stift. Prof. Dr. Ferdinand Reisinger stellte diese Führung unter den Gedanken von Schuld und Sühne. Das Motiv begegnet in den Fresken und Skulpturen der Kirche ebenso wie in den Bildern von Hans Fronius, dessen religiöse Werke im Stift ausgestellt sind. Da ist König David, dessen Auge erst vom Propheten geöffnet werden müssen, damit er seine Schuld erkennt. Der Horizont des Schuldigen verengt sich immer mehr, sein Auge wird verblendet. Jenem Mann, der den hl. Florian auf einem Fresko in der Kirche in die Enns stürzt, fallen die Augen aus den Höhlen. So stellt es ein Fresko dar. Er sieht nicht, was er tut. Das Mitschuldig-Werden, aber auch der Weg aus der Schuld, werden in diesen Bildern dargestellt.